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Retreat „Komm zurück in deine Kraft“, 21. bis 28. November 2026. Einführungspreis bis 15. Oktober. Zum Retreat

Über mich

Sifu Tanja Fenz

Porträt von Sifu Tanja Fenz im Abendlicht auf Madeira
Sifu Tanja Fenz in einer Kampfkunststellung am Meer auf Madeira
Sifu Tanja Fenz, Kampfkunstlehrerin auf Madeira, lachend am Tisch mit Blumen

Ich bin seit über zwanzig Jahren Kampfkünstlerin. Nach zehn Jahren als Leiterin meines Kampfkunstzentrums hat mich Großmeister Prof. Keith R. Kernspecht zum Sifu ernannt, und heute habe ich das große Glück, direkt bei Sifu Sergio Iadarola lernen zu dürfen. Nach dem Tod meines Mannes habe ich unser Kampfkunstzentrum weitergeführt und unterrichtet.

Meine Jungs waren damals klein, und ich war mit ihnen allein. Nachmittags stand ich in der Halle und kümmerte mich um fremde Kinder. Meine eigenen waren dabei, und ich hatte trotzdem keine Zeit für sie.

Ich habe mich in diese Arbeit vergraben, weil dort alles seinen Sinn hatte und weil ich den Schmerz nicht fühlen musste, solange ich in Bewegung blieb. Von außen sah das nach Stärke aus, und ein Stück weit war es das auch. Aber irgendwann wusste ich nicht mehr, ob der Weg, auf dem ich da ging, überhaupt noch meiner war, oder ob ich nur weiterlief, weil ich einmal losgelaufen war.

Zwei Jahre habe ich dann bei Mira Michelle Crosby gelernt, wieder in mich hineinzulauschen. Nichts Abgehobenes, sondern unter anderem sehr praktische Anleitungen, die mich Stück für Stück zurück in mein eigenes Fühlen gebracht haben. Ich habe meinen Weg danach nicht weggeworfen. Ich habe ihn geprüft und neu justiert, und dann konnte ich wieder kraftvoll weitergehen und auch anderen wieder mehr geben.

Es gibt einen Satz, den ich meinen Schülerinnen und Schülern seit Jahren sage: Du bist die Einzige, die in deinem Leben wirklich etwas verändern kann. Vollkommen egal, ob die anderen „schuld“ sind oder nicht. Sich zu beklagen bringt dich keinen Schritt weiter. Nimm die Verantwortung in die Hand, und los geht's.

Dann kam Corona, meine Schule brach wirtschaftlich weg, und eines Tages hörte ich mich selbst klagen. Über die Umstände. Genau die Sätze, die ich anderen nie hatte durchgehen lassen.

Das war der Moment. So konnte es nicht weitergehen.

Ich habe getan, was ich anderen seit Jahren zugemutet hatte, und mich entschieden, mit meinen beiden Jungs einen Neuanfang zu wagen. Madeira, allein, ohne Netz.

Ich unterrichte nichts, was ich nur gelesen habe. Ich habe jedes Stück davon selbst gebraucht.

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